Zehnenentzündung: 2 Tage Ruhe in Chateauroux (Berry)

Am Sonntag war die erste „richtige“ Etappe Chateaudun-Chateauroux; 36 kms; es scheint, dass mein Körper nicht sehr belasbar ist!


Nach Deols (Eingang von Chateauroux) bin ich müde angekommen.
Sogar die EM-Finale konnte ich nicht mehr sehen!

Montag früh : von Deols durch Chateauroux, aber nach 4 km : „rien ne va plus!“
Es seht nach dem Anfang einer Sehnen-Entzündung am linken Fuss, und dagegen hilt nur eins : Ruhe und Fuss nicht belasten… Habe mich beim landwirtschaftlichem Gymnasium für 2 Nächte einquartiert; (Direkt auf dem Weg -sehe Googlekarte);
Dafür dann mehr Zeit zum Bloggen…. Seit meinem Start in Vézélay habe ich kaum etwas geschrieben… weil…

– erstmals  gibt es nicht unbedingt Internet-Zugang aus der Pampa,

– zweitens bin ich kaputt nach der Etappe, und
– drittens ich muss alles vovon der Pieke aus fürs Bloggen lernen :  ich habe die 2 Blogs (auf französisch gibt es der Pascal auch noch, aber dort gibt es noch weniger zum Lesen…) von meinem Bruder Patrick der Zauberer am 15.6. kurz vor meinem Marschstart blitzschnell  gebastelt bekommen.  Internet kann er, aber Deutsch hat er leider vergessen zu lernen.  Auf diesem deutschen Blog soll ich alles alleine machen -auch wenn sehr viel von was ihr seht (das ganze Schnickschnack von wordpress.com) nur mit seiner Hilfe möglich gewesen ist (erst auf dem französischen Blog entworfen und getestet)

– viertens habe ich zuletzt auf einer französischen Computer-Tastatur vor ungefähr 20 Jahren getippt… Ist für Internet vollig untauglich (suchen Sie mal den Punkt von .de oder .com ! )… den Umlaut habe ich erst vorgestern gefunden ; fuer den scharfen „S“ bitten wir noch um etwas Geduld…

Chateauroux -wo ich vorher noch nie war- scheint mir eine provincialisches sozialistisches Paradies zu sein : privaten Cybercafés sind hier kein Thema (der letzte -KGeodom am Bus-Bahnhof- hat vor einem Jahr dicht gemacht), aber nach regulärer Anmeldung mit Adresse und Bild (direkt aufgenommen vor der Freigabe des Bildschirms) kommt man von 14:00 bis 17:30 und von Montag bis Freitag in den Genuss des Gratis-Internetzuganges… und dies bei 40° Wärme draussen !

Die Busse sind auch umsonst . Alles ist dann zum Besten, damit ich meinen linken Fuss nicht zu belasten habe…

Gruesse aus dem Jakobsweg… (bei fast 40° Aussen-Temperatur)

P.

Hilfe ! Mein Rucksack ist zu schwer !

Austattung des Pilgers für den Jakobsweg

Endlich wird das Geheimnis gelüftet : Sie bekommen Einblick in den Rucksack des Jakobus-Pilgers !

Ihre Hilfe bräuchte ich nämlich : auf dem Weg trennt man sich von allem, was nicht das allernötigsten entspricht.
Ich dachte, meine Austattung sei Top!
Nach 9 Marsch-Tagen ist mir der Rucksack zu schwer.
Den Inhalt meines Rucksackes habe ich inventoriert und fotografiert :

Was habe ich zuviel dabei ? Fehlt mir was ?

Optimieren Sie bitte meinen Last ! Alle Ideen sind gut! Das Debat steht offen !

Auf Ihre Kommentare, Opinionen, Erfahrungen und Anweisungen freut sich sehr…

Ihr Pascal

Rucksack :

Rucksack
Schlafsack
Isomatte
Becher
Jakobsmuschel
Trinkflasche 1.5 L. + Isolierung + Schlauch
Gurteltasche
Einkauftasche (faltbar)
Plastik-Box Weiterlesen

4. Tag : Arbourse-La Charité sur Loire am 24.6.

die Weinberge der \

um 6.30 schon weg…

bald südlich des Nachbardorf Saint-Lay laufe ich an Rebstöcke entlang: es sind schon die Weinberge von La Charité sur Loire, wo ein Landwein namens „Coteaux de La Charité sur Loire“ wächst. Im nächsten Dorf Mauvain heisst sogar ein Weingut „Domaine du Puit de Compostelle„. Ich sollte mir den Winzer notieren und ansprechen… Wäre sein Wein was für meine Kunden ? Immerhin ist der Winzer jährlich im Hachette Weinführer ausgezeichnet worden…

Nächster Anreiz für den Weinliebhaber: im Dorf Murlin angekommen (die Halb-Etappe für Heute) rieche ich verbranntes Eichenholz… Was ist das ? Weiterlesen

3. Tag: Varzy-Arbourse am 23.6

um welche Uhr geht im Burgund die Sonne auf ?

… nicht so früh, wie in Mainz !

um 3:30 schon wach… habe ich mich angezogen, die Füsse „getaped“, den Schlüssel des Zimmers in den Briefkasten meines Gastgeber geworfen… 5 Uhr haben noch nicht geklingelt an der Kirche auf der anderen Seiten des Dorfplatzes… und alles steht noch im dunkel !

Grosses Problem: ich kann die Schilderung nicht sehen !… Ich setze mich auf den Treppen der Crédit-Agricole-Bank auf dem Dorfplatz und lese in meinem Wanderführer im Licht des Geldautomates…
Warten bis der Tag einbricht… erst gegen 5.25 geht es los…
Den ganzen Tag ist das Himmel bewölk geblieben, was das Wandern leichter macht.
Abends in die Pilger-Herbergen des Dorfes Arbourse eingetroffen; Der Nachbar heisst mich willkommen und macht mir einfach die Tür auf : die Frau des Bürgermeisters werde später vorbeischauen…
Ich übernachte in einem Dorf (140 Einwohner), wo es nichts gibt…
Nach einem Rundgang und schneller Inventur der Bude soll ich aber denken : Arbourse ist ein Dorf, wo der Jakobs-Pilger alles findet ..!
Dieses Refugium ist für 4 Personnen seit erst ein paar Jahren eingerichtet. Beim Ankommen erfreut sich des Pilgers Herzen: der Kühlschrank ist schon an und mit Provianten (alles einzel mit Preis beschriftet) gut gefüllt. Spaguetti all‘ Tonno oder Cassoulet heute Abend ? Bier oder Rotwein ?

Warmes Wasser gibt es auch ! Draussen steht ein grosser Holztisch… es wûrde zum Grill-Party anreitzen, aber welcher Jakobspilger läuft den Weg mit seinem Bratwurst ?

2. Tag : von Tannay nach Varzy (20 km)

7 Uhr losmarchiert… die Nacht habe ich beim Pfarrer Hillary auf dem Boden gut geschlafen.

Das Wetter ist bedeckt… Nach 3 km Marschweg treffe ich einen Winzer in seinem Weinberg (Coteaux de Tannay) : schnell die jungen Triebe am Draht binden, bevor das Gewitter losbricht..!

Regen ist bald da : die gelegenheit, meinen Regen-Umhang zu testen : Urteil gut. Nur darunter schwitz man viel ! naechstes Mal dann erst das Hemd ausziehen und nur meine technische Unterhemd behalten…

Abends in Varzy. Unterkunft bekomme ich beim Privat. Dem lade ich zum Abendessen ein :Salat-Buffet all-what-you-can-eat fuer 6,60 € !

1. Tag 21.6.08: von Vézélay nach Tannay (18 km)

Der erste Schritt zaehlt am Meistens.

Um 11.00 nach Uebernachtung bei der Pilger-Unterkunft (Franziskanerinnnen vis-à-vis der romanischen Basalika Skt-Magdalena) bin ich los marchiert. Die ersten Etappen moechte ich klein halten : das Risiko der Zehnenentzuendung droht : dieses Gesundheitsproblem hatte mich letztes Jahr beim ersten Versuch auf dem Le Puy-Weg radikal gestoppt.

Wer lamgsam voranschreitet geht am weitesten… und der Weg ist noch lang…

Die Sonne scheint… der Weg gehoert mir…

Ich bin schon Weg !

Warten koennte ich nicht laenger…
Der erste Schritt ist der Schwerter und kostet auch am Meistens…
Am Donnerstag 19.6 von Mainz aus im Auto nach Belfort -Eltern besuchen- und dann weiter nach Vézélay…

Am Samstag 21.6. morgens bin ich von Vézélay aus los marchiert…

Ultreia !