4. Tag : Arbourse-La Charité sur Loire am 24.6.

die Weinberge der \

um 6.30 schon weg…

bald südlich des Nachbardorf Saint-Lay laufe ich an Rebstöcke entlang: es sind schon die Weinberge von La Charité sur Loire, wo ein Landwein namens „Coteaux de La Charité sur Loire“ wächst. Im nächsten Dorf Mauvain heisst sogar ein Weingut „Domaine du Puit de Compostelle„. Ich sollte mir den Winzer notieren und ansprechen… Wäre sein Wein was für meine Kunden ? Immerhin ist der Winzer jährlich im Hachette Weinführer ausgezeichnet worden…

Nächster Anreiz für den Weinliebhaber: im Dorf Murlin angekommen (die Halb-Etappe für Heute) rieche ich verbranntes Eichenholz… Was ist das ?

Was ich erst als Sägerei identifiziert hatte ist tatsächlich eine Fabrik von Eichen-Dauben für die Weinbarriquen. Das Verbrannte kommt nicht von irgenwelchem Toasting-Prozess sondern einfach vom Sägen… Das Haus Charlois (so heisst diese Fabrik) macht nicht nur die Dauben, sondern auch die Barriquen (in einem anderer Fabrik in La Charité sur Loire) ; dazu besitzt Maison Charlois seine eigene Eichen-Wälder… Alles ist senkrecht integriert..!

Was wird aus den Resten der Dauben-Fabrikation ? Jede Menge der kleineren Stücke Eichenholz kann man -bien sûr!- verfeuern, aber bestimmt auch irgendwie zum Geld machen… Was passiert mit dem leicht verbranntes Sägemehl ? Werden daraus diese „Chips“ gemacht ? *neuerdings im Europa auch zugelassenen…

Wen jemand weisst, soll er es uns sagen…

Durch Eichenwälder laufe ich seit Tagen schon. Wer weisst noch, dass der „Canal du Nivernais“ und vielleicht auch jegliche andere Kanäle im Burgund nur darum angelegt worden sind, um Brennholz in die Haupstadt Paris zu befördern?

Eichenholz war immer neben Charolais-Viehzucht das grosste Reichtum vom „Morvan“ (Namen dieses Eckes Frankreichs). Im Museum im Varzy hatte ich sogar ein paar Porzellan-Teller mit revolutionären Motiven bewundern können : Porzellan herstellen braucht Erde und Feuer. Ich nehme an, dass auch jede Menge Schmiede und Holzkohle-Industrie sich im Morvan im 16. bis 19. jahrhundert niedergelassen hatten…

Es fängt an zu regnen: Gelegenheit für mich zu lernen, wie der Pilger seinen grossen Regen-Umhang (meiner soll auch den Rucksack bedecken) anzieht… Es geht einfach nicht, wen man allein ist : Heute wird mein Rucksack nass und für die Zukunft bin ich sicher verdammt, mir immer am regnerischen Tagen einen Weggefährten zu finden… Nach langem Ringen schaffe ich es mittels einer meiner Stöcke, mir den Regen-Poncho über den Rücken richtig zu ziehen… Jetzt kann ich wunderschön im Regen wandern… Es ist alles dicht !

Zu Dicht : Nach 20 Minuten bin ich durchnasst : nicht vom Regen sondern vom Schwitzen ! Man sollte unter dem Poncho bei Regen nackt sein …

…Bei Gelegenheit soll ich im Blog ein Artikel über die Vorzüge der Laufstöcke schreiben. Hier auf dem „spirituellem“ Jakobsweg hat es sich noch nicht durchgesetzt, mit diesen „Nordic Walking“ Stöcke zu laufen.

um 14.00 bin ich vor der Kirche der einst so mächtigen Benediktinischer Abtei von La Charité sur Loire

Infos über La Charité sur Loire (F)

über die Benedikter von Cluny (Mutter-Abtei von La Charité sur Loire)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: