Halbweg! Compostela im Sicht…

Doppeletappe bei Bayonne im Baskenland (die Feria ruft!) :

es ist für mich eine ganz besondere Stelle :

… da ich mich ungefähr in der Mitte meine Pilgerganges befinde (schon ungefähr 880 km geschafft und das Gleiche bleibt mir zu bewältigen)…

… da bald, sowohl das Land als auch die Sprache wechseln : am Freitag den 1. August werde ich nämlich in Spanien einmarschieren…

Im diesem 2. Teil wird der Weg mehr nach dem Ozean riechen, da meine Wahl ist, den Camino del Norte an der Küste entlang, zu laufen. Nach Santiago de Compostela laufe ich durch Baskenland, Cantabrien, und am Ende Galizien, die alte keltische Provinz am Ende vom Spanien, wo „Meister Jakob“ auf mich wartet…

Click auf das Bild da unten und befindest dich (per Webcam) schom im Dom von Santiago de Compostela!

Ein Webcam des TV-Senders CRTVG (Galice).

Der Kerkeling Effekt

Eine Einladung flatterte unerwartet ins Haus, eine Überraschung für mich und eine Ehre dazu.

Sicher, Pascal hatte nach einem meiner Kommentare hier in seinem Blog mir in einer Email den Vorschlag gemacht, doch mal was zu schreiben. Schreiben tu ich eh jeden Tag, so dass ich den Aufruf erst gar nicht verstand. ER meinte nicht mein Blog, er meinte SEINS.

Lieber Pascal!

Vielen Dank für Dein Vertrauen, gerne komme ich deiner Aufforderung nach.

Nun eine Einladung in einem fremden Blog etwas zu schreiben bedeutet im Sinne des Hausherren zu agieren und sein Thema mit eigenen Ideen zu bereichern. Warum also ICH? Ich lese hier doch nur! Weiterlesen

Courage …nur noch 1000 Kilometer…,

Die Gironde -das Land der Bordeaux-Weine- habe ich gestern verlassen und bin in die Landes eingetreten…

Gestern in Retjons bin ich am 1000 km-Stein vorbeimarschiert. Fuer mich nicht so relevant, da ich den etwas laengeren Kuestenweg im Nord-Spanien wandern werde + ca. 120 km… Weiterlesen

… endlich im Weinland: Bergerac und Bordeaux, ich komme !

Am Montag 21 Juligerade ein Monat auf dem Jakobsweg!- durchquere ich den Fluss Dordogne.

Kurz vor dem Fluss lâufe ich durch die Weinbergen von Le Flaix (AOC Bergerac), dann nach Übernachtung im Port Sainte Foy (ich empfehle die Besichtigung des Wein- und Flusstransport-Museums), überquere ich in Morgengrauen die Dordogne und trete in BordeauxSainte-Foy Gebiet ein. Weiterlesen

das doppelte Dörfchen… (frei nach Goethe)

das doppelte Dörfchen

das doppelte Dörfchen

unglaublich ! auf dem Weg (Départementale 11 südwärts) habe ich das doppelte Dörfchen gefunden; Der Pilger bekommt gleich 2 zum Preis von 1 !

Es geht nämlich so:

links von der Strasse heisst das Dorf „Pommet“ (eingemeindet im Dorf Ladignac-le-Long)

und

rechts von der Strasse heisst das Dorf „La Grènerie“ (eingemeindet im Dorf Saint-Hilaire-les-Places)

Bei der Bus-Haltestelle wird die gleiche Logik fortgefolgt : Weiterlesen

aus meinem Rucksack gerade ausgemistet…

Danke für die Empfehlungen…

… ein bisschen was habe ich schon verbraucht bzw. weggeworfen (sehe meine Kommentare zum Inventur)…

Dazu Heute aus Saint-Astier ein Postpaket nach Hause geschickt mit :

– 2 Tuben Muskel- und Fusscreme

– 2 Übungsbücher für Spanisch

– 1 Roman (unterwegs in la Souterraine gekauft)

– die Regenhose

ein Behandlungspflaster gegen Blasen

– 10 Meter Pflaster

… es geht weiter : ich habe noch zuviel dabei !

Ihre Anregungen bitte…

Berry – nehmen wir uns Zeit zum Anschauen

Zwei Tage hat Pascal Zwangspause im Berry einlegen müssen – in einer Gegend, die in Deutschland vermutlich nur den eingefleischten Frankophilen ein Begriff ist. Die großen Durchgangsstraßen führen daran vorbei und auf dem Weg zum Mittelmeer oder Atlantik lassen die meisten das Berry im wahrsten Sinne des Wortes links liegen.

Meine ersten Assoziationen die bei dem Namen Berry sind vom Sommer geprägt:

Von der Sonne verbrannte Felder, weiße Kühe und – weiter westlich Schafe.

Und für mich als Drehleierspieler natürlich Musik: Berry, die Provinz der Drehleier (französisch „Vielle à roue“ ). Dieses Musikinstrument, dass schon gespielt wurde als im Mittelalter die Pilgerströme nach Santiago durch das Berry zogen, hat hier, aber auch im Bourbonnais und in der Auvergne, eine ungebrochene Tradition. Daneben der Dudelsack (nicht diese Schottische Kriegswaffe, sondern der wohlklingende Bourbonnais). Diese Instrumente haben bis heute zentrale Bedeutung als Hauptinstrumente der ländlichen Bevölkerung.

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Weltrecord: jeden Tag ein Marathon auf dem Jakobsweg…

Gestern kam er mir entgegen : rennend, nur leicht bekleidet aber mit 5 Litern Wasser im Rucksack (Camel-Bag), einem Garmin-Navi als Armbanduhr, einem Versorgungsgurtel, einem Stock in der Hand, einem Stetson-Hut auf dem Kopf und einem kleinen roten Halstuch…

Michel Drygalski kommt rennend aus Compostela zurück: jeden Tag läuft er eine Etappe mit der mindestlänge eines Marathons (42,2 km). Am 29. Märs aus Charleroi (Belgien) losgelaufen, ist er nach Compostela, und dann nach Porto gerannt… und jetzt nach Hause zurück; Michel ist 64 Jahren alt und läuft um ein doppeltes Welt-Record:

– Lauf von 121 Marathonen am darauf folgenden Tagen (insgesamt mehr als 5000 kms)

– und dies auf dem Jakobsweg (niemand ist schon den Jakobsweg hin und zurück in Marathon-Etappen gelaufen)

Seine Frau Nicole folgt mit dem Auto und versorgt den Hochleistungssportler…

Artikel über Michel in der franz. Zeitung der Champagne

Bénévent-l’Abbaye : die keltische Baukunst im Romanen-Stil

Am 8.7 komme ich um 14.00 an : ich bin nämlich für eine Besichtigung der Klosterkirche verabredet.

Bénévent-l’Abbaye war eine Abtei von 11. Jahrhundert an. Heute ist davon nur die Abbatiale-Kirche (Heute Dorfkirche) und 2 Gebäuden geblieben (in einem davon ist die Pilgerherberge, wo ich für 2 Nâchte Gast sein werde).

von der Kirchturm aus...

von der Kirchturm aus...

Vom romanischen Baukunst bin ich beeindruckt : alles aus Granit ! Weiterlesen

im Berry: eine Sehnenentzündung bremst mich…

Die 9. Etappe von Issoudun nach Deols (Vorort von Chateauroux) war ein bisschen zuviel für meinen linken Wade: nämlich am Tag danach klopft meine Tendinitis : „rien ne va plus!“.

Nach Durchquerung der Stadt, bevor ich in der Pampa loslaufen soll, treffe ich die Entscheidung : ich muss stoppen! Direkt auf dem Weg nimmt mich die Landwirtschaftschule von Chateauroux für 2 Nächte auf. Zeit für mich den Physiotherapeuthe und den Sportartzt (Mesotherapie) am Montag 30.6. nachmittag zu besuchen…

Ich bin schlauer geworden : Gegen eine Sehnenentzündung hilft nur eins : Ruhe d.h. weg mit der Belastung!

Ich bleibe 2 Tagen im Chateauroux und laufe dann am Mittwoch weiter aber in kleineren Etappen 10-19 km. Dazu nach dem Laufen : Dehnen, Kühlen, Salbei Schmieren und Iboprufen Schlucken. Der Weg soll mir die Geduld beibringen…

Heute nach 5 mini-Etappen habe ich gelernt, mehr auf mich selbst zu hören… z.B. habe ich Gestern zum ersten Mal einen idealen „Compagnon de Route“ auf dem Weg gefunden : Gérard ist selbständig und läuft wie ich als armer Pilger und er weisst wirklich eine Menge über den Weg! Er läuft aber locker 40-45 km pro Tag ! Nach einen schönen gemeinsamen Mittagessen auf einer Ruheplatzt (mit tief gehenden Gesprächen) lasse ich ihn in Saint-Germain Beaupré weiter „düsen“ und ich mache Pause im Dorf für die Nacht…