die Gebräuche des Pilgers beim Eintreffen in Jakobus-Dom

Der Dom von Santiago de Compostela ist das Endziel der Pilgerung. Mit dem Gang zum Dom sind bestimmten Riten definiert, über die wir jetzt berichten wollen …

Nach dem Eintreten des Domes durch das Hauptportal (Praza de l’Obradoiro)

der Zentralpfeiler des Haupeinganges des Domes zu Santiago

der Zentralpfeiler des Haupeinganges des Domes zu Santiago

legt der Pilger die Finger seines rechten Handes auf den Zentrafleiler

Anlässlich meines Kommens war das Haupportal leider durch ein Baugerüst gesperrt, so dass ich diesen Riten leider nicht nachgehen konnte…

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Die Statue des Apostels umarmen : eine reichlich geschmuckte Statue des Jakobus tront über den Meisteraltar. Durch eine Hintertreppe gelingt man zum Abbild des Heiligen, das der Pilger von Hinten brüderlich umarmt. (Diese Umarmung bleibt kurz, da der nächste Besucher schon hinter Ihnen wartet…)

Besuch zum Grab Jakobus in der Krypte : die Reliquien des Apostels befinden sich neben die Reliquien seiner zwei Discipeln Athanase und Théodore in einem silbernen Sarg. Der Pilger kniet sich vor den Reliquien und betet -vorallem für allen diesen Leuten, die ihm bei seinem Pilgergang geholfen haben…

le sarcophage contenant les reliques de Saint-Jacques et ses 2 disciples

le sarcophage contenant les reliques de Saint-Jacques et ses 2 disciples

Monogramm Christi vor dem Reliquien Jakobus (inkl. Geheimnis des Weges)

Monogramm Christi vor dem Reliquien Jakobus (inkl. Geheimnis des Weges)

Die Pilgermesse : jeden Tag um 12.00 gibt es die spezielle Messe für die Pilger. Während der Messe werden die Zahlen und Ursprünge der Ankünfte der Pilger am vorangegangenen Tag gelesen. Ab und zu (…am Feiertagen und ..?) kommt während der Messe das Botafumeiro zum Einsatzt. Es handelt sich um einen riesigen Weihrauchfass (mehr als 50 KG) , der an der Decke des Doms hängt und durch 8 uniformierten Männer ins Schwingen gebracht wird… Imposant !

… Zu diesen 3 Riten, die von fast jedem Pilger praktiziert werden, gibt es einige Katholischen Pratiken :

– das Beten : der Credowird beim Eingehen durch das Tor des Ruhmes rezitiert.

– das Beichten gehört zu den Pflichten des pilgernden Katholiken. Es ist im Dom in allen meisten Europäischen Sprachen zu fast jeder Zeit möglich.

– die heilige Kommunion

– Das Weiterführen des Pilgerganges : auf der Südportal ist ein Monogramm des Christes im Granit gehaut, wo die Symbolen Alpha und Omega in der umgekehrten Reihenfolge dargestellt sind :

le monogramme du Christ avec les symboles inversés (portail sud)

le monogramme du Christ avec les symboles inversés (portail sud)

Diese Inversion soll deuten, dass der Pilger nach seinem Besuch zum Grab des Apostel eine neues Leben anfängt. Nach Hause zurückgekehrt, praktiziert der Pilger weiter…

Die Herausgabe der Compostela

Nach Einblick in der bei jeder Etappe gestempelten Credentiale (man muss mindestens die letzten 100 Kilometern des Caminos gepilgert sein) erteilt das Pilgerbüro ein Zertifikat auf Latein –la Compostela. Dieser kann verschieden sein, je nach angegebenen Grund für den Pilgergang (spirituell oder kulturell/touristisch). Alle Pilger holen ihre Compostela ( auch wenn einige Leute gerne angeben, dieses „Papier“ nicht zu gebrauchen, bzw. behaupten, es nicht geholt zu haben…).

In Spanien scheint heute die Compostelà ein besonderen Wert als Urkunde bei Bewerbungen zu haben… Es wird sogar über einen Trafik von Compostela geredet, mit Pickpockets, die Sie bei Ihrem Einkunft in die heiligen Stadte Ihre mit viel Schweiss ergatterten Credentiale klauen sollen…

Bilder des Domes

Beispiel einer Art der Weiterführung des jakobus-Pilgerganges

Gebrauch der Credentiale :

Pilgerausweis

Pilgerausweis Stempel

Für den Erhalt der Urkunde, die bestätigt bis nach Santiago gepilgert zu sein, wird ein Pilgerausweis – das „credential“ – benötigt. Noch wichtiger ist, das dieser Pilgerausweis den Zugang zu den Pilgerherbergen gewährt. Man stempelt den Pilgerausweis an jedem Übernachtungsstelle ab, unterwegs gibt es an bestimmten besonderene Stellen weitere Stempel, wie zb. der Kirche in Eunate oder der Universität Pamplona, teilweise liegt ein Stempel zum selber stempeln herum. Als Nachweis für die Pilgerurkunde sind aber lediglich die letzten 100 km zu Fuß (bzw. 200 km mit Rad oder Pferd ) gefordert. In St.Jean Pied de Port gibt es den Ausweis (2 Euro) im Pilgerbüro, sonst in größeren anderen Herbergen wie zb. in Pamplona. In St.Jean de Port gibt es übderdies eine Jakobsmuschel und eine Liste von Herbergen mit Ausstattung und Öffnungszeiten sowie eine Beschreibung der Lände der Etappen.
Wer lieber in Hotels und Pensionen übernachtet, kann sich die Stempel auch in den Refugios abholen, falls die Herberge keinen eigenen Stempel ahben sollte. Man bekommt den Ausweis aber auch problemlos von den Jakobusgesellschaften

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