Burgunder Weg : von Dijon nach Le Puy-en-Velay (8.17)

Dieses Jahr werde ich den Burgunderweg laufen : 15 Marschtage von Dijon bis Le Puy-en-Velay, wo der Haupt-Jakobsweg Frankreichs anfängt, über die Weinberge Burgund, Beaune, Taizé. Cluny, den Charolais und den Forez

pilger-mit Concha.jpg

Ein ruhiger Weg, den wenig Pilger gehen. Deutsche Pilger haben mir in meiner Zeit in der Pilgerherberge erzählt, dass diese Strecke sehr schön sei… und bestimmt nicht so heiss wie letztes Jahr zwischen Montpellier und Toulouse !

Unterwegs werde ich täglich versuchen, in meinem Marschblog darüber zu berichten, die Karte zu aktualisieren,  und einige Bider hier hochladen…

Ultreïa !

Sa. 2.7.16: 3. Etappe: Saint-Jean-de-la-Blaquière -> Lodève (18 KM) 24°C windig mit Nebeln

Nach Übernachtung in der Pilgerherberge von Saint-Jean-de-la-Blaquière erwartet mich ein der schônsten Wege, die ich je gegangen bin : verschiedene Wälder (Kastanienbâume, Buche, Kiefer und Eichen), Gebusch ( Garrigue), Wiesen, und einige merkwürdige Orte ( Prieuré St-Michel de Grandmont, und… ). Gegen13.30 erreiche ich Lodève. Den Nachmittag verbringe ich in der Mediathèque und kaufe ein, und dann laufe ich noch 3 kms aus der Stadt zur schlossartigen (und grossartigen) Pilgerherberge von Chantal.

Cloitre_prieure_Saint-Michel_de_Grandmont

Mi. 6.7.16 ; 7. Etappe : Murat-sur-Vèbre -> La Salvetat-sur-Agout (26 km, 30°)

Nach dem Pass erwarten mich ganz andere Landschaften : vom mediterranänischen Klima habe ich mich verabschiedet. Jetzt sind sogar Wiesen und Felder zu sehen ! Der Weg ist sehr schön, und den geniesse ich um so mehr, dass ich abwärts auf befestigten Wege gehe ! In La Salvetat-sur-Agout meldet ich mich unten im neuen Dorf beim Rathaus. Entauschung : ich muss hoch zurück ins alte Dorf. Zur Stärkung „darf ich mich aber gratis an den Brünnen gegenüber statttrinken “ (!). Die Ironie des Angestellten am Rathaus verstehe ich dann erst später: La Salvetat-sur-Agout verkauft sein Trinkwasser/ Hier gibt es eine grosse Abfüllfabrik von Danone, die dieses kleinen Städchen durch ganz Frankreich berühmt gemacht hat!

Eau La Salvetat

 

Die schöne städtische Pilgerherberge unweit von Touristinfo, in der Altstadt ist in einem mittelalterlichen Haus vom 15. Jahrhundert sehr gemütlich eingerichtet und dazu günstig. Was will der Pilger mehr ?

la-Salvetat-carredonjon

 

Di. 5.7.16 ; 6. Etappe : Saint-Gervais-sur-Mare -> Murat-sur-Vèbre (30 km, 31 ° C)

Abmarsch vor dem Sonnenaufgang. Nach 2 Stunden erreiche ich Castanet-le-Haut, wo ich frühstücke (den letzten Stück meines von zuhause mitgebrachten Ziegenbergkäses und leckere Bio-Tomaten aus der Ecke).

PDJN-Tomates

Danach Anstieg mit einem schönen aber anspruchvollen Weg, wie Gestern, nach Murat-sur-Vèbre. Ich pilgere zur Zeit in den Bergen, und es ist nicht ohne…

Mo. 4.7.16 ; 5. Etappe : Saint-Martin d’Orb -> Saint-Gervais-sur-Mare (34 km, 30° )

Eine ganz schwere Etappe, die mit einer langen und steilen Anstieg auf einem steinigen Weg anfängt, und einem soeben Abstieg endet.

Um 18.00 erst komme ich ausgelaugt nach Saint-Gervais-sur-Mare an.

 

St-Gervais_St-Barthelemy_1

So.3.7.16 ; 4. Etappe: Lodève – Saint-Martin d’Orb (28 km, 31° C)

Der Abschied von der Pilgerherberge von Chantal ist schwer, so gemütlich ist die eingerichtet und so herzlich ist Chantal (über 70 Jahre jung !) . Diese Herberge ist ziemlich weit von der stadt und vom Weg (746, route de Bédarieux), aber der Umweg hat sich wirklich gelohnt ! Und dazu: die zusätzliche 3 Km von Gestern bekomme ich nämlich Heute wieder, wenn ich die 5 Kms auf der Landstrasse hoch zum Pass laufe. Das tue ich um so gern, da der Weg dadurch kürzer und angenehmer für die Füsse wird !

Nach dem Pass mache ich mir eine eigene kurzere Variante vom Weg. Belohnt werde ich in einem Tal durch den Anblick der Kapelle von „Notre-Dame-de-Nize„.

Im Lunas bin ich schnell danach. Das Städtchen hat sein mittelalterische Karakter erhalten. Pause im Schatten des uralten Platanen an der Kirche, und dann laufe ich entlang der Fluss Orb nach Saint-Martin d’Orb, wo ich übernachte. Luxus/ es gibt sogar ein Fernseher! Abends spielt nämlich Frankreich gegen Iceland: nach der 4-0 am Ende der 1. Halbzeit kann ich ruhig einschlafen…

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2. Etappe : Montpeyroux – Saint-Jean-de-la-Blaquière (28 KM)

Um Punkt 12.00 verlasse ich das Weingut ‚Villa Dondona“ das direkt auf dem Weg neben der Kirche vom Weiler “ Le Barry “ in Montpeyroux liegt. Das Haus ist nämlich das ehemalige Pilgerhospital aus dem 15. Jahrhundert. Und da habe ich geschlafen! Genau richtig fûr den pilgernden Weinhändler..!

LECASTELLAS