Der Jakobsweg fängt zu Hause an : ich laufe von Mainz los… Ultreїa !

Am Montag 8.8. laufe ich wieder –von Mainz aus- auf dem Jakobsweg durch die Weinberge der Pfalz (Worms, Speyer, Landau), in Richtung Elsass (Wissembourg, Strasbourg, Ribeauvillé, Thann), Franche-Comté (Belfort, Gy, Mont-Roland) und Burgund (Citeaux) …

In dem Sommer 2008 bin ich in 80 Tagen von Burgund aus nach Santiago gepilgert. Das Stück des Weges von zu Hause aus fehlte noch.  Ich habe meine Schuhen neu besohlen lassen. Nichts steht mir im Wege. Ultreїa !

Mein Weg und die Tages-Etappen sind auf dieser Google-Karte zu sehen :

Die Fotos lade ich von unterwegs in diese Web-Album hoch :

https://picasaweb.google.com/PascalGBerard/JakobswegMainzBurgund2011

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165 täglichen Marathons für das Organspenden

… Sie erinnern sich an Michel Drygalski : Der Marathon-Man mit Hut und Pilgerstock auf dem Jakobsweg..? Auf meinem Pilgerweg im Juli 2008 kam er mir rennend entgegen, auf seinem Weg von Santiago de Compostela zurück . Michel ist 66 Jahren alt und steht auf Ultra-Marathon.

Michel läuft für das Organspenden 6500 kms auf dem Jakobsweg

Michel hat sich im 2010 noch Größeres als Ziel gesetzt : 165 täglichen Marathon auf dem Jakobsweg !  Die Rennstrecke führt dieses Jahr nach Santiago de Compostella, dann zurück nach Lourdes, Andorre, und Süd-Frankreich über die Via Tolosana, dann weiter nach Rom über die Via Francigena und zurück nach Hause in Charleroi (Belgien).

Michel möchte durch seiner sportlichen Leistung für das Spenden von Organen sensibilisieren. Ein Spendekonto (BE48103023440827) und das Verteilen von Flyer (in 4 verschiedenen Sprachen !)  sind Teil des Aktions.

Michel hat dabei 12 Kilos abgenommen, 4 Paar Schuhen abgenützt und 20 T-Shirts, 2 Camel-Bags, 7 Hüte, 2 Stöcke, und viel Schweiss verbraucht.

Er wurde auf der Strecke von seiner Frau Nicole mit dem Versorgungsauto begleitet. Fast 6 Monaten sind beide für das Organspenden unterwegs : vom 24. April los von Charleroi, am 23. Juni in Santiago, am 24 Juli in Lourdes,  August in Rom, Anfang Oktober in Freiburg im Breisgau…

Michel wird am 17. Oktober nach Hause in Charleroi eintreffen…

Michel lief letzte Woche durch  Lothringen. Dort habe ich ihn und Nicole an der Etappe besucht. Wir haben wieder ein dunkles Bier zusammen getrunken und erzählt…

Michel und Nicole nebst Versorgungsauto

Michel´s Seite auf Facebook (da kann er angeschrieben werden)

Seite der Organspende im Deutschland

Seite und Blog der Uni-Klinik Charleroi (Organspende)

Bericht in der belgischen Zeitung (auf Französisch)

Coming soon …

ULTREIA
Heute morgen, Pascal kam auf (fast) baren Füssen zu Compostela! Er nahm an der Messe der Pilger teil, dann ist es wieder sofort zu den Stränden von Fisterra und Muxia, das Ende der alten Welt in Europa


Patrick
(Pascals Bruder)

Jakobswege : Camino del Norte und Voie de Vézélay…

…Ich sitze auf einer Bank bei der Wallfahrtkirche de la Guadelupe. Unter meine Füsse liegt die langsam erwachende Stadt San Sebastian -Donostia auf Baskisch- und ich frühstücke, da die Jugendherberge vor 9 Uhr noch nichts serviert…

Da treffe ich viele Pilger, alle so wie ich ausgestattet und bekleidet, leicht zu erkennen… Ist die Staatangehörigkeit zu erkennen ? Ein Wort „Camino?“ und schon ist das Eis zwischen uns gebrochen…

In dieser halben Stunde, wo ich da sass, habe ich mehr Pilgern gesehen, als während meiner 900 km in 40 Tagen auf der Voie de Vézélay durch Frankreich !

Schnell habe ich verstanden, dass Camino del Norte und Voie de Vézélay anders sind :

-der Weg :

auf der Voie de Vézélay lief der Weg über sanften Hügeln. Nur ein Mal -im Gorges de la Creuse, zwischen Argenton und Gargelesse- gabt es etwa Schwierigkeiten, hoch zu kommen…

auf dem Camino del Norte geht es ständig auf und ab – manchmal sehr steil. An einer Stelle war eine doppelte Schilderung angebracht: gerade aus: „nur für geübten Kletter“ ; rechts ´für normalen Wanderer“. Sie können sich vorstellen, wenn die Landstrasse von Orio nach Zarautz mit 7% Steigerung angelegt ist, wie steil der rechts davon laufende Jakobsweg den Hang hochläuft… Weiterlesen

Weltrecord: jeden Tag ein Marathon auf dem Jakobsweg…

Gestern kam er mir entgegen : rennend, nur leicht bekleidet aber mit 5 Litern Wasser im Rucksack (Camel-Bag), einem Garmin-Navi als Armbanduhr, einem Versorgungsgurtel, einem Stock in der Hand, einem Stetson-Hut auf dem Kopf und einem kleinen roten Halstuch…

Michel Drygalski kommt rennend aus Compostela zurück: jeden Tag läuft er eine Etappe mit der mindestlänge eines Marathons (42,2 km). Am 29. Märs aus Charleroi (Belgien) losgelaufen, ist er nach Compostela, und dann nach Porto gerannt… und jetzt nach Hause zurück; Michel ist 64 Jahren alt und läuft um ein doppeltes Welt-Record:

– Lauf von 121 Marathonen am darauf folgenden Tagen (insgesamt mehr als 5000 kms)

– und dies auf dem Jakobsweg (niemand ist schon den Jakobsweg hin und zurück in Marathon-Etappen gelaufen)

Seine Frau Nicole folgt mit dem Auto und versorgt den Hochleistungssportler…

Artikel über Michel in der franz. Zeitung der Champagne