ich fliege nach Hause… aber die Reise geht weiter …

Heute Dienstag 16. September 2008 fliege ich nach Hause…

Flugzeit Santiago-Frankfurt : 2 Uhr 1/4

Pilgerzeit Vézélay-Santiago : 80 Tage

(…!…)

Das Pilgern ist zu Ende (1800 km in 80 Tagen). Das Bloggen auch…

Danke, dass Sie mich begleitet haben. Für Ihre Beiträge und Anregungen bin ich Ihnen sehr dankbar.

Kontakte können weiter per E-Mail (lepelegrin2008(at)gmail.com) oder über meinen Webseiten gepflegt werden… Ich freue mich auf Ihre Nachricht…

Es wird gesagt, dass die Lebensveränderung, die der Jakobswegs iniziert, erst anfängt, wenn der Pilger nach Hause zurückgekommen ist…. dann :

Die Reise geht weiter …

die Gebräuche des Pilgers beim Eintreffen in Jakobus-Dom

Der Dom von Santiago de Compostela ist das Endziel der Pilgerung. Mit dem Gang zum Dom sind bestimmten Riten definiert, über die wir jetzt berichten wollen …

Nach dem Eintreten des Domes durch das Hauptportal (Praza de l’Obradoiro)

der Zentralpfeiler des Haupeinganges des Domes zu Santiago

der Zentralpfeiler des Haupeinganges des Domes zu Santiago

legt der Pilger die Finger seines rechten Handes auf den Zentrafleiler

Anlässlich meines Kommens war das Haupportal leider durch ein Baugerüst gesperrt, so dass ich diesen Riten leider nicht nachgehen konnte…

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Die Statue des Apostels umarmen : eine reichlich geschmuckte Statue des Jakobus tront über den Meisteraltar. Durch eine Hintertreppe gelingt man zum Abbild des Heiligen, das der Pilger von Hinten brüderlich umarmt. (Diese Umarmung bleibt kurz, da der nächste Besucher schon hinter Ihnen wartet…)

Besuch zum Grab Jakobus in der Krypte : die Reliquien des Apostels befinden sich neben die Reliquien seiner zwei Discipeln Athanase und Théodore in einem silbernen Sarg. Der Pilger kniet sich vor den Reliquien und betet -vorallem für allen diesen Leuten, die ihm bei seinem Pilgergang geholfen haben… Weiterlesen

Halbweg! Compostela im Sicht…

Doppeletappe bei Bayonne im Baskenland (die Feria ruft!) :

es ist für mich eine ganz besondere Stelle :

… da ich mich ungefähr in der Mitte meine Pilgerganges befinde (schon ungefähr 880 km geschafft und das Gleiche bleibt mir zu bewältigen)…

… da bald, sowohl das Land als auch die Sprache wechseln : am Freitag den 1. August werde ich nämlich in Spanien einmarschieren…

Im diesem 2. Teil wird der Weg mehr nach dem Ozean riechen, da meine Wahl ist, den Camino del Norte an der Küste entlang, zu laufen. Nach Santiago de Compostela laufe ich durch Baskenland, Cantabrien, und am Ende Galizien, die alte keltische Provinz am Ende vom Spanien, wo „Meister Jakob“ auf mich wartet…

Click auf das Bild da unten und befindest dich (per Webcam) schom im Dom von Santiago de Compostela!

Ein Webcam des TV-Senders CRTVG (Galice).

Courage …nur noch 1000 Kilometer…,

Die Gironde -das Land der Bordeaux-Weine- habe ich gestern verlassen und bin in die Landes eingetreten…

Gestern in Retjons bin ich am 1000 km-Stein vorbeimarschiert. Fuer mich nicht so relevant, da ich den etwas laengeren Kuestenweg im Nord-Spanien wandern werde + ca. 120 km… Weiterlesen

das doppelte Dörfchen… (frei nach Goethe)

das doppelte Dörfchen

das doppelte Dörfchen

unglaublich ! auf dem Weg (Départementale 11 südwärts) habe ich das doppelte Dörfchen gefunden; Der Pilger bekommt gleich 2 zum Preis von 1 !

Es geht nämlich so:

links von der Strasse heisst das Dorf „Pommet“ (eingemeindet im Dorf Ladignac-le-Long)

und

rechts von der Strasse heisst das Dorf „La Grènerie“ (eingemeindet im Dorf Saint-Hilaire-les-Places)

Bei der Bus-Haltestelle wird die gleiche Logik fortgefolgt : Weiterlesen

aus meinem Rucksack gerade ausgemistet…

Danke für die Empfehlungen…

… ein bisschen was habe ich schon verbraucht bzw. weggeworfen (sehe meine Kommentare zum Inventur)…

Dazu Heute aus Saint-Astier ein Postpaket nach Hause geschickt mit :

– 2 Tuben Muskel- und Fusscreme

– 2 Übungsbücher für Spanisch

– 1 Roman (unterwegs in la Souterraine gekauft)

– die Regenhose

ein Behandlungspflaster gegen Blasen

– 10 Meter Pflaster

… es geht weiter : ich habe noch zuviel dabei !

Ihre Anregungen bitte…

Weltrecord: jeden Tag ein Marathon auf dem Jakobsweg…

Gestern kam er mir entgegen : rennend, nur leicht bekleidet aber mit 5 Litern Wasser im Rucksack (Camel-Bag), einem Garmin-Navi als Armbanduhr, einem Versorgungsgurtel, einem Stock in der Hand, einem Stetson-Hut auf dem Kopf und einem kleinen roten Halstuch…

Michel Drygalski kommt rennend aus Compostela zurück: jeden Tag läuft er eine Etappe mit der mindestlänge eines Marathons (42,2 km). Am 29. Märs aus Charleroi (Belgien) losgelaufen, ist er nach Compostela, und dann nach Porto gerannt… und jetzt nach Hause zurück; Michel ist 64 Jahren alt und läuft um ein doppeltes Welt-Record:

– Lauf von 121 Marathonen am darauf folgenden Tagen (insgesamt mehr als 5000 kms)

– und dies auf dem Jakobsweg (niemand ist schon den Jakobsweg hin und zurück in Marathon-Etappen gelaufen)

Seine Frau Nicole folgt mit dem Auto und versorgt den Hochleistungssportler…

Artikel über Michel in der franz. Zeitung der Champagne

Bénévent-l’Abbaye : die keltische Baukunst im Romanen-Stil

Am 8.7 komme ich um 14.00 an : ich bin nämlich für eine Besichtigung der Klosterkirche verabredet.

Bénévent-l’Abbaye war eine Abtei von 11. Jahrhundert an. Heute ist davon nur die Abbatiale-Kirche (Heute Dorfkirche) und 2 Gebäuden geblieben (in einem davon ist die Pilgerherberge, wo ich für 2 Nâchte Gast sein werde).

von der Kirchturm aus...

von der Kirchturm aus...

Vom romanischen Baukunst bin ich beeindruckt : alles aus Granit ! Weiterlesen

im Berry: eine Sehnenentzündung bremst mich…

Die 9. Etappe von Issoudun nach Deols (Vorort von Chateauroux) war ein bisschen zuviel für meinen linken Wade: nämlich am Tag danach klopft meine Tendinitis : „rien ne va plus!“.

Nach Durchquerung der Stadt, bevor ich in der Pampa loslaufen soll, treffe ich die Entscheidung : ich muss stoppen! Direkt auf dem Weg nimmt mich die Landwirtschaftschule von Chateauroux für 2 Nächte auf. Zeit für mich den Physiotherapeuthe und den Sportartzt (Mesotherapie) am Montag 30.6. nachmittag zu besuchen…

Ich bin schlauer geworden : Gegen eine Sehnenentzündung hilft nur eins : Ruhe d.h. weg mit der Belastung!

Ich bleibe 2 Tagen im Chateauroux und laufe dann am Mittwoch weiter aber in kleineren Etappen 10-19 km. Dazu nach dem Laufen : Dehnen, Kühlen, Salbei Schmieren und Iboprufen Schlucken. Der Weg soll mir die Geduld beibringen…

Heute nach 5 mini-Etappen habe ich gelernt, mehr auf mich selbst zu hören… z.B. habe ich Gestern zum ersten Mal einen idealen „Compagnon de Route“ auf dem Weg gefunden : Gérard ist selbständig und läuft wie ich als armer Pilger und er weisst wirklich eine Menge über den Weg! Er läuft aber locker 40-45 km pro Tag ! Nach einen schönen gemeinsamen Mittagessen auf einer Ruheplatzt (mit tief gehenden Gesprächen) lasse ich ihn in Saint-Germain Beaupré weiter „düsen“ und ich mache Pause im Dorf für die Nacht…

3. Tag: Varzy-Arbourse am 23.6

um welche Uhr geht im Burgund die Sonne auf ?

… nicht so früh, wie in Mainz !

um 3:30 schon wach… habe ich mich angezogen, die Füsse „getaped“, den Schlüssel des Zimmers in den Briefkasten meines Gastgeber geworfen… 5 Uhr haben noch nicht geklingelt an der Kirche auf der anderen Seiten des Dorfplatzes… und alles steht noch im dunkel !

Grosses Problem: ich kann die Schilderung nicht sehen !… Ich setze mich auf den Treppen der Crédit-Agricole-Bank auf dem Dorfplatz und lese in meinem Wanderführer im Licht des Geldautomates…
Warten bis der Tag einbricht… erst gegen 5.25 geht es los…
Den ganzen Tag ist das Himmel bewölk geblieben, was das Wandern leichter macht.
Abends in die Pilger-Herbergen des Dorfes Arbourse eingetroffen; Der Nachbar heisst mich willkommen und macht mir einfach die Tür auf : die Frau des Bürgermeisters werde später vorbeischauen…
Ich übernachte in einem Dorf (140 Einwohner), wo es nichts gibt…
Nach einem Rundgang und schneller Inventur der Bude soll ich aber denken : Arbourse ist ein Dorf, wo der Jakobs-Pilger alles findet ..!
Dieses Refugium ist für 4 Personnen seit erst ein paar Jahren eingerichtet. Beim Ankommen erfreut sich des Pilgers Herzen: der Kühlschrank ist schon an und mit Provianten (alles einzel mit Preis beschriftet) gut gefüllt. Spaguetti all‘ Tonno oder Cassoulet heute Abend ? Bier oder Rotwein ?

Warmes Wasser gibt es auch ! Draussen steht ein grosser Holztisch… es wûrde zum Grill-Party anreitzen, aber welcher Jakobspilger läuft den Weg mit seinem Bratwurst ?